Author Archive for Bjoern Negelmann

Startschuss zum ECM SUMMIT 2010

Es ist wieder soweit - der Sommer hat noch gar nicht richtig angefangen und wir sind bei Kongress Media schon vollends in den Herbstplanungen. Als ersten großen Event nach der Sommerpause steht dabei der ECM SUMMIT 2010 auf dem Plan. Vom 14. bis zum 16.09. werden wir wieder in Frankfurt die Veränderungen im Bereich des Web Content Management - und (ergänzend für dieses Jahr) auch des Dokumenten-Management diskutieren. Mit zwei parallelen Veranstaltungen zu einem Termin an einem Ort glauben wir nun endlich ein Konzept gefunden zu haben, was zum einen den Veranstaltungstitel gut “ausfüllt” und dennoch ausreichende Möglichkeiten bietet, die unterschiedlichen Themenfelder umfassend zu diskutieren.

Wer unsere Veranstaltungsaktivitäten zum ECM SUMMIT die letzten Jahre verfolgt hat, wird einen fortlaufenden Veränderungsprozess wahrgenommen haben. So haben wir uns in der Ausrichtung zum Thema “Enterprise Content Management” immer wieder schwer getan, das Thema vollends “ganzheitlich” in einer Veranstaltung abzubilden. Zu unterschiedlich waren und sind die Anforderungen und Problemstellungen des internen (auf das Dokumenten-Management ausgerichtete) und externe (auf das Web Publishing ausgerichtete) Enterprise Content Management - wenngleich es vereinende Technologieansätze gibt, die diesen Begriffsansatz immer wieder “verteidigen”. Mit den zwei parallelen Veranstaltungen glauben wir allerdings ein gesundes Maß an Integrativität und ausreichendes Maß an Spezifizität bezüglich der Fragestellungen gefunden zu haben. Beide Veranstaltungen diskutieren aktuelle Herausforderungen und Lösungskonzepte anhand einer Reihe von Best-Practice-Vorträgen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem strategisch-konzeptionelle als auch organisatorische Fragen zu den Projekten.

Auf folgender Seiten finden sich die Themenschwerpunkt für die geplante Veranstaltung:
http://www.ecm-summit.de/hintergrund-konzept.html

Für beide Veranstaltungen haben wir bereits mehrere interessante Fallstudien, die wir an dieser Stelle in den kommenden Wochen vorstellen wollen. Es fehlen allerdings noch einige Fallstudien, die das Programm nach unseren Vorstellungen “rund” machen. Daher möchte ich an dieser Stelle auf den “Call-for-Participation” unter http://www.ecm-summit.de/hintergrund-konzept/call-for-participation.html aufmerksam machen. Gesucht werden vor allem Projekterfahrungsberichte von Projektverantwortlichen! Über Zuschriften und Bewerbungen freuen wir uns sehr.

Interne Kommunikation mit Social Software unterstützen - Interview mit Dirk Röhrborn

Noch ein weiteres Video, welches hier noch auf der Halde lag und auf seine Produktion wartete: Dirk Röhrborn, Geschäftsführer von Communardo Software im Gespräch mit Martin Koser, Community-Manager unserer E2.0 Community und Berater. Im Mittelpunkt dieses Gesprächs stehen abermals Entwicklungen im Bereich Enterprise 2.0. Einen besonderer Fokus wird dabei auf die Aspekt gelegt, wie durch Social Software die interne Kommunikation - sei es auf Projekt- oder Unternehmensebene - unterstützt und gefördert wird. Durch den erhöhten “Fluß” wie auch die Transparenz für alle (weil öffentlich einsehbar) über den “Fluß” an Informationen kommt es zu einem Effekt des “schneller und besser Informiertseins”.


Wertpotenziale aus Enterprise 2.0 herausziehen - Interview mit Dr. Frank Schönefeld

Ich habe heute noch ein richtiges “Goodie” aus unserer “Mediathek” rausgezogen. Bereits im Mai hat Martin Koser, seines Zeichens der Community-Manager unserer E2.0-Aktivitäten und Berater in diesem Themenfeld, ein spannendes Gespräch mit Dr. Frank Schönefeld, Mitglied der Geschäftsleitung bei T-Systems Multimedia Solutions und Beirat unseres Enterprise 2.0 SUMMIT, geführt.  Im Mittelpunkt der Diskussion standen der Status-Quo und die Entwicklungen von Enterprise 2.0.


Folgende Punkte habe ich mir bei dem Interview notiert:

  • Die Potentiale für Enterprise 2.0 sind auf folgenden drei Wert-Dimensionen zu sehen:
    1. Einsparungspotentiziale - durch den Einsatz von Social Software lässt sich das kollektive Wissen transparent machen, womit z.B. bei einer Einführung & Schulung von neuen Mitarbeitern wichtige Kosteneffekte realisiert werden können
    2. Verbesserung der Prozesse - als Erweiterungen zu Geschäftsprozesssystemen bieten die kollaborativen Ansätze der Social Software Potenziale bei der Unterstützung in der Adhoc-Kollaboration.
    3. Transformation - Social Software ermöglicht die Unterstützung von Innovations- und Transformationsprozesse (siehe auch meine Klassifizierung der Use Cases)
  • Die Potentiale von Enterprise 2.0 sind nicht per se gesamtunternehmerisch zu heben - sondern immer nur partiell. Die Summe der partielle Verbesserungen führt dann aber zu einem größeren Ganzen. Wichtig hierbei ist, die Mitarbeiter in diesem Prozess abzuholen und mitzunehmen (Stichwort Coaching/Mentoring).
  • Der Applikationsmarkt beim Thema Enterprise 2.0 ist noch nicht endgültig definiert - es gibt derzeit verschiedene Ansätze aus verschiedenen Ursprüngen, die irgendwan zu einem Markt der Social Business Suites führen.

Insgesamt also ein spannendes Interview mit vielen guten Details, die Dr. Schönefeld gerade auch in einem Buch zusammengefasst hat. (Hier noch ein schriftliches Interview mit ihm dazu!)

Enterprise 2.0 Projekte laufen in Deutschland unter anderem Namen

Im Rahmen meiner Vorbereitungen zum Enterprise 2.0 SUMMIT bin ich immer wieder über die Unterschiede zwischen den nationalen Gepflogenheiten in Europa beim Umgang mit dem Thema “Enterprise 2.0″ gestolpert. So haben wir ja bewusst E2.0 Projekte aus verschiedenen Ländern Europas für das Programm gesucht, da wir die Annahme haben, dass der kulturellen Hintergrund sehr signifikant für die Einführung und den Projektverlauf solcher Projekte ist. Schließlich setzen diese Projekte ein Umdenken in Bezug auf den Austausch und die Bedeutung von Informationen in den Geschäftsprozessen voraus. Denn es geht bei allen diesen Initiativen um die Transparenzmachung von Wissen und Geschäftsabläufen in der Organisation und um die Aufwertung dieser durch das Feedback anderer Personen aus dem Unternehmen (sprich des Kollektivs).

Bei der Recherche zum Fallstudien-Track ist mir immer wieder aufgefallen, wie unterschiedlich auch mit der Begrifflichkeit des “Enterprise 2.0″ umgegangen wird. In Großbritannien und Skandinavien spricht man durchaus vorbehaltlos über E2.0 Initiativen. In Deutschland wie aber auch in Frankreich und Italien spricht man bei den Projekten in der Regel nicht von E2.0-Projekten sondern dem konrekten Anwendungsszenario, welches im Rahmen des Projektes adressiert wird. So z.B. von einem Projekt zur “Flexibilisierung des Informationsflusses” oder einem “Wiki-Projekt zur Verbesserung der Dokumenation im Rahmen des Qualitätsmanagement”. (Siehe hierzu auch meinen Beitrag in unserem Community-Blog “Enterprise2Open” zu der “Classification of Enterprise 2.0 Use Cases“, der ganz gut einen Überblick über die existierenden Anwendungsszenarien bietet!)

Unternehmensweite - sprich Enterprise-orientierte - Ansätze finden sich hier noch recht selten. Ein in die Richtung gehendes Beispiel ist das Enterprise-Wiki-Projekt der Otto-Gruppe, welches von Jan Hendrik Werthmann auf dem E2.0 SUMMIT vorgestellt wird. Letztendlich ist dieses Projekt aber auch nicht als solches entstanden, sondern die “Endstufe” bzw. die Konsequenz des Erfolges vieler kleiner abteilungsorientierten WIki-Projekte. Womit auch gleich eine kritische Erfolgsdimension angesprochen wird, nämlich die der “Einführungsrichtung”: Was ist erfolgreicher - eine zielorientierte Top-Down oder eine Graswurzel-orientierte Buttom-Up-Strategie?

In unserer letzten Tinychat-Session mit Susan Scrupki zu den Erfahrungen der Mitglieder des 2.0 Adoption Council wurde noch einmal deutlich, dass es immer beides sein muss. Sowohl Bottom-Up um überhaupt einmal das entsprechende Engagement einzelner Abteilungen zu erhalten als auch zu einem späteren Zeitpunkt eine geführte Top-Down-Strategie, um die Initiativen unternehmensweit zu verbreiten. Dabei bedarf es auch immer eines “Enterprise 2.0 Catalyst”, der in der Rolle des internen Evangelisten und Vermittlers zwischen den Buttom-Up-Aktivisten und dem Management vermittelt und eine Schrimherrschaft bzw. “Facilitator”-Rolle für die Projekte übernimmt.

Insgesamt ist aber festzustellen, dass man bisher keinen “”Generalstabsplan” für den Erfolg von Enterprise 2.0 Initiativen definieren kann. Der Erfolg steht in Abhängigkeit zur bisherigen “Knowledge Sharing”-Kultur, damit in Bezug auf Mintzberg auch in Abhängigkeit zur Entwicklungsstufe der Organisation und des Organisationsschemas, der Größe und der multinationalen Unterschiede im Unternehmen, dem strategischen Verständnis zum Projekt und damit auch dem definierten “Management” solcher Projekte - denn von alleine entsteht der Erfolg auch bei E2.0-Initiativen auch nicht. (Siehe auch den Artikel zu den strategischen Schlüsselfaktoren für die E2.0 Intitiave in unserem “Enterprise2Open”-Blog)

Es gibt also viel zu tun, daher - packen wir es an! Von unserer Seiten wollen wir die Diskussion zu den Projekten und Strategien mit dem E2.0 SUMMIT ein Stückchen weiterbringen. Insbesondere aus unserem Open-Space mit allen Teilnehmern und Experten zu den Erfolgsfaktoren der Adoption verspreche ich mir da einiges.

Aber wie sehen Sie die Lage bzw. Situation? Ich freue mich auf ein Feedback.

Sind Sie ein Early Adopter oder ein Nachzügler in Sachen Intranet 2.0?

Diese Frage stellt James Dellow in seinem Blog ChiefTech unter dem Titel “Intranets and social computing - first mover disadvantage?“. Dies ist in Zeiten der Krise eine nicht ganz unkritische Frage, da “Intranet 2.0″-Themen (hierunter verstehe ich die Integration und Anwendung von Social Software im Intranet) aufgrund der immer noch problematischen Meßbarkeit des Erfolges (siehe hierzu auch den Beitrag “Ideas for the measurement of Enterprise 2.0 efforts”) ja nun nicht gerade populär sind. Und sie werden auch nicht populärer, wenn man nur mit dem Argument daherkommt, “wir wollen ein Early Adopter” sein.

Interessant wird es aber an dem Punkt, wo der Einsatz von Social Software im Unternehmen ein Wettbewerbsfaktor wird - weil das Unternehmen über die bessere Erschließung des Unternehmenswissen Prozesse verbessern oder neue Marktchancen durch Innovationen oder bessere Marktdurchdringung realisieren konnte. Noch einen Schritt weiter geht es dann, wenn dieses Wissen über den Markt und die Prozesse nicht mehr nur intern offengelegt werden, sondern evt. auch noch in Teilen nach außen kommuniziert werden. Die Effekte hierbei beschreibt Jon Mell in seinem Beitrag “Business 2.0″.

Wegschauen und Kopfeinziehen scheint also bei aller Nachsicht für die besonderen Beschränkungen in Krisenzeiten nicht die richtige Strategie - vielmehr ist dieses Verhalten kontraproduktiv für den Erfolg des Unternehmens.

Beim bevorstehenden Intranet SUMMIT versuchen wir uns dem Konflikt “between the desire to open up will be tempered by risk management and control” sehr diplomatisch zu nähern. Denn das Intranet muss nicht immer gleich komplett “zweinullig” sein - um einen Nutzen für das Unternehmen darzustellen. Als Werttreiber können auch klassische Intranet-Konzepte sein - Innovationstreiber sind aber IMHO nur die kollaborativen Ansätze des Intranet 2.0.

Start der XING-Gruppe “ECM WORLD”

Wir haben auf XING eine neue Gruppe beantragt und eröffnet: die XING ECM WORLD Gruppe. Hier ein kurz unsere Erklärung, warum es die Gruppe brauchte ….

Liebe Besucher & Gruppenmitglieder -

lange haben wir uns überlegt, wann es der richtige Zeitpunkt ist diese Gruppe zu starten. Bei den Veranstaltungen der ECM WORLD wie dem Intranet SUMMIT, dem Intranet FORUM, dem ECM SUMMIT und den verschiedenen Seminar-Angeboten bestand immer wieder die Frage, wie können wir uns mit den anderen Teilnehmern vernetzen. Nun - die Antwort ist natürlich “über ein Social Network” - aber da XING in Deutschland eine hohe Verbreitung im professionellen Umfeld besitzt, hat es für uns nicht wirklich Sinn gemacht, ein eigenes Netzwerk aufzubauen, sondern vielmehr hier eine Gruppe zu initiieren. Das ist nun geschehen.

Mit dieser Gruppe wollen wir den Teilnehmern der Veranstaltungen von Kongress Media die Möglichkeit bieten, sich schnell und unkompliziert zu vernetzen. Wir werden immer alle Teilnehmer zu diesen Gruppen einladen. Ferner wollen wir die Gruppe für die Vorbereitung und Vor-Information bei der Veranstaltungsplanung nutzen. Auch möchten wir hier teilnehmenden Experten bei unseren Veranstaltungen eine Plattform geben, auf der sie sich vorstellen und sich oder ihre Leistungen promoten können.

Wir freuen uns daher, dass Sie den Weg hierher gefunden haben, und wünschen
uns ein “Happy XING-ing”.

Und hier nun der Link zur Gruppe - XING ECM WORLD.

Sind die heutigen Intranets eine Totgeburt?

Es ist lange her, dass auf diesem Blog ein Beitrag erschienen ist - das soll sich mal wieder ändern. Im Zuge des bevorstehenden Intranet SUMMIT beschäftigen mich doch einige Fragen, die ich gerne hier andiskutieren möchte. So z.B. der durchaus überzogene Titel dieses Beitrages - wenngleich die Frage nicht von mir kommt, sondern eine einleitend rhetorische Frage von Patrick C. Walsh, Information Architect bei der BBC in London und Keynote-Speaker beim Intranet SUMMIT, in einem Artikel des FUMSI Online-Magazin:

There is an elephant in the intranet living room. In all that has been written about intranets, very few commentators ever mention the fact that intranets don’t work. In my opinion, the current paradigm for intranets has never worked. I call the current state ‘Intranet Zero’ because popular approaches offer virtually zero benefit to intranet users and their organizations, while giving zero chance of breaking out of the spiral of uselessness, poor user perception and even poorer usability.

Alles was funktioniert, sind nach Patrick’s Meinung die “transaktionalen” - sprich prozessunterstützenden - Anwendungen im Intranet. In Bezug auf das Intranet als zentrales Informationsmedium für den Mitarbeiter bescheinigt er den heutigen Intranet eher ein großes “FAIL”. Als Hinderungsgründe zählt er dabei folgende Punkte auf:

  • One size fits all => die Vereinheitlichung von inhaltlicher Struktur geht nicht konform mit den Anforderungen von allen Geschäftsbereichen
  • Everyone can produce and edit content => “Producing and editing good content is a skill that very few organisations recognise and in which even fewer provide training.”
  • Intranets will magically remove information silos => die Standardisierung der Inhalte führt zu versteckten Informationen
  • All intranet information must be visible all of the time => “Keep it [content] minimal and it will be visible and easily found. As more and more is added, it becomes harder and harder to find and, for too many intranets, their users become lost in the information fog and end up giving up on the whole thing. If some content does not need to be in a particular site, or at particular times, it is just adding to the fog - remove it.”
  • The user can find stuff by herself => in der Bibliothek kann man auch den Bibliothekar fragen, warum nicht im Intranet?
  • Intranets are not as important as Internets => “The current perception within most organizations is that intranets are of secondary of even lower priority. Yet management and staff have to make decisions daily that can affect the health of their organizations. These decisions are not always evidence-based as the evidence, if contained in an intranet, is not always readily available.”

Als Lösung für dieses Problem proklamiert Patrick C. Walsh das “Lean Intranet” - in Anlehnung an das Konzept der “Lean Production”, die sich auch auf das Wesentliche und Nutzenstiftende beschränkte. Folgende fünf Prinzipien stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Specify what creates value from the customer’s point of view
  • Identify all of the steps across the value stream
  • Make those actions which create value flow
  • Only make what is pulled by the customer just-in-time
  • Strive for perfection by constantly removing layers of waste

Die Lösung für das “funktionierende” und “nutzenstiftende” Intranet ist einfach … “mal den Ballast über Bord zu schmeissen”. Was sicherlich nicht einfach ist, da es ja hier und dort immer gewisse Besitzstandsansprüche auch für Informationen und deren Repräsentationen gibt, daher schliesst Patrick C. Walsh in seinem Artikel im FUMSI Online-Magazin auch mit folgendem Absatz:

So, there you have it. Basically, in the Lean Intranet, information professionals will be removing barriers, minimising and assessing content and continually improving their intranet using a customer-focused approach. Hard to achieve? I won’t say that the transition to a lean approach in intranets will be without problems but I know it’s possible. I’ve seen ‘lean’ working for many years in the automotive sector helping to produce better cars through more efficient processes. Why not better, more efficient intranets?

Beim Intranet SUMMIT wird Patrick seine Thesen noch einmal ausführlich darstellen und in den Diskussionen zu mehr “Wertorientierung im Intranet-Projekt und dem Intranet-Management” einbringen. Für mich stellt sich auch die Frage, ob und wie derartige Ansätze bei der BBC gelöst wurden. Insbesondere wie dem Besitzstandsdenken von Mitarbeitern entgegen zu wirken ist.

Hier mal noch die gebündelten Trackbacks auf die verwiesenden Artikel:

ECM WORLD Veranstaltungen in 2009

Hinter den Kulissen wird kräftig geplant und koordiniert, den es stehen einige Veranstaltungen an - den Start machen die Intranet SUMMIT in Deutschland (am 24./25.06.) sowie in der Schweiz (am 02./03.07). Hier suchen wir noch Fallbeispiele zu Wert-Strategien für Intranet-Projekte. Denn in der Krise stehen die Projekte immer wieder auf dem Prüfstand und das Intranet-Team muss dem Controlling zeigen können, warum sich gerade jetzt weitere Investitionen in das Intranet-Projekt rechnen. Lösungswege und -konzepte sind Gegenstand der jeweils zweitägigen Veranstaltung.

Nach der Sommerpause geht es dann mit Volldampf auf den Enterprise 2.0 SUMMIT zu. Nach dem “Enterprise 2.0 @ CeBIT” im letzten Jahr soll der diesjährige SUMMIT vom 06. bis zum 08.10. in Frankfurt noch internationaler bzw. europäischer werden. Dabei wollen wir die Veranstaltung als Branchentreff für die E2.0 Evangelisten, Experten und Interessierten in Europa etablieren. Hierzu haben wir uns eine Reihe von führenden Köpfen als Beiräte für die Veranstaltung geholt: Lee Bryant, Willms Buhse, Bertrand Dupperin, James Governor, Dion Hinchcliffe, Martin Koser, Mark Masterson, Joachim Niemeier, JP Rangaswami, Frank Schönefeld, Luis Suarez, David Terrar, Thomas Vander Wal und Simon Wardley. Ein erster Programmentwurf steht kurz vor der Veröffentlichung - im Community-Blog “Enterprise 2 OPEN” habe ich noch einige Fragen diskutiert. Da die Veranstaltung in Englisch stattfinden wird, werde ich auch hier ab sofort über die Veranstaltung nur noch in English berichten (da die Inhalte auch auf der Veranstaltungsseite eingebunden werden!).

Last but not least - wie man so schön im Englischen sagt, findet dann am 11. & 12. November noch der ECM SUMMIT statt, der das Jahr aus derm ECM-Perspektive abrunden soll. Thematisch haben wir uns hier entschlossen, dass Thema Dokumentenprozesse noch stärker zu integrieren und uns mit der bei Stefan Pfeiffer von IBM als “Schizophrenie”-Frage bezeichneten Überlappung von klassischer ECM-Effizienz- und Compliance-Bestreben mit dem Drang nach flexiblen Kollaborationsformen beschäftigen.

Über Vorschläge für die genannten Veranstaltungen freue ich mich immer sehr.

Zunehmende strategische Bedeutung des Intranets für den Information/Knowledge Worker

Das Interview ist schon etwas “angestaubt” - aber immer noch interessant. Im Vorfeld des Swiss Intranet SUMMIT hatten wir David Nüscheler, CTO von Day Software, fünf Fragen zum Thema “Intranet 2.0″, was Gegenstand des SUMMITs war und auch in größerem Kontext Thema des ECM WORLD SUMMIT ist, gestellt. Aus den Tiefen meiner Ablage habe ich nun noch seine Antworten hervorgeholt:

1) Wie bewerten Sie die allgemeine Bedeutung des Intranets für Schweizer Unternehmen? Sind sie eher sekundäres Informationsmedium oder zentrales und strategisches Mitarbeiterwerkzeug?
Das Intranet ist eines der zentralen Werkzeuge des Information Workers. Wir sehen bei unseren Kunden, dass Werkzeuge aus dem zwanzigsten Jahrhundert, wie Fileserver oder Client Server Applikationen zunehmend im Intranet eines Unternehmens abgelöst werden.

2) In welchem Stadium sehen Sie die Intranet-Umsetzungen in der Schweiz?
Und welche Entwicklungstendenzen können Sie hier feststellen?
Bei grossen Unternehmen oder technologisch orientierten KMU’s ist das Intranet schon heute der Dreh- und Angelpunkt für den internen Kommunikationsaustausch. Mit den zunehmend attraktiven Hosting Angeboten von Collaboration-Werkzeugen eröffnet das Intranet auch für Kleinstunternehmen einen sehr einfachen Weg, die effiziente Nutzung - aber auch die Sicherheit der unternehmensinternen Daten und Dokumente - grundlegend zu verbessern.

3) Das Thema “Web 2.0 im Intranet” wird ein zentrales Thema des bevorstehenden Intranet SUMMITs sein. Ist das auch für Sie als Content-Management-Anbieter relevant - oder ist das eher eine Frage der Einbindung von Drittsystemen wie Weblogs und Wikis?

Bei Day haben wir uns schon länger dem Thema web2.0 und Collaboration verschrieben und bieten daher auch integrierte Wiki- und Blog-Lösungen basierend auf unserem standardisierten Content Repository an. Unserem Credo “eat your own dog food” folgend, nutzen wir diese Technologien in unserem Day Intranet sehr erfolgreich.

4) Ihr Unternehmen hat sich mit der “Übernahme” der Mindquarry-Gründer mit einem Schlag das “SocialComputing”-Thema in die Produktstrategie einverleibt. Was kann der Markt von Day nun erwarten?

Das Thema Social Computing und Collaboration begleitet uns bei Day schon seit geraumer Zeit. Da unsere Technologie-Platform sich in keiner Weise auf ein Webpublishing beschränkt, sondern in der Lage ist, mit dem Nutzer in einen bidirektionalen Dialog zu treten und nutzergenerierten Content zu verarbeiten. Dabei lassen sich kollaborative Projekte sehr gut auf unserer Platform entwickeln. Verdeutlicht wird dies durch unser Technologie-Framework, mit dem wir Collaboration-Produkte erstellen und unsere Kunden erfolgreich Collaboration-Projekte durchführen. In denen können Nutzer nicht nur Content erzeugen sondern Content kann auch sicher, skalierbar und versioniert in die Business-Prozesse einfließen.
Mit der Übernahme von Mindquarry haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt, „Collaboration” ein stärkeres Gewicht in unsere Produktpalette zu geben. Unsere Kunden profitieren dabei von moderner Web 2.0 Kommunikation und von unseren enterprise-erprobten Technologie- und Service-Teams.

5) Welche weiteren Intranet-relevanten Produktentwicklungen bietet Day in 2008?

Day bietet eine einzigartige Verschmelzung von verschiedenen Technologien für das Intranet an. Diese wurden sowohl durch unsere eigenen, internen Bedürfnisse getrieben, aber auch massgeblich durch unserer Kunden. Die Trends für unsere Technologie sind klar auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt. Die Einzigartigkeit unserer Lösung beruht darauf, dass wir versuchen die verschiedenen, heute genutzen Kanäle in einem zentralen Intranet auffindbar und nutzbar zu machen. Das heisst, dass Informationen wie eMails und Mailing-Listen, Wikis, Blogs und auch einfach ein Windows File Server transparent in einem Content Repository zusammengefügt werden und dadurch für den End User in einem grossen Intranet nutzbar gemacht werden, ohne dass sich die heutige Arbeitsweise des Mitarbeiters ändern muss.

Web 2.0 und ECM - was bringt der Social Graph im Unternehmen?

Ein wesentliches Merkmal des Web 2.0 ist ja die soziale Vernetzung mit Kontakten - und dann wiederum mit den Kontakten meiner Kontakte - und dem Mehrwert an Information und Interaktionsmöglichkeiten, die ich über dieses Netzwerk erlange. Was bringt mir aber diese Vernetzung und das sogenannte “ambient knowledge” über mein Netzwerk im Unternehmenskontext - dazu habe ich in Vorbereitung auf meinen ECM Vendor Roundtable ein sehr interessantes Webinar mit Dr. Ian Howells und Jeff Potts bei Alfresco gefunden - aus dem ich an dieser Stelle einen kleinen Ausschnitt rausgeschnitten habe:

Quelle: Web 2.0 form an ECM perspective