Für eine finale Veranstaltungsinfo zum ECM SUMMIT soll ich drei Highlights zum Programm festlegen - was mir doch ziemlich schwer fällt. Denn die Frage ist ja, wo lege ich den Fokus. Greife ich einzelne Best-Practices wie die Diskussion zum Intranet der Schweizer Post, die Organisation des Intranet der Merz GmbH & Co KG oder das Multi-Site-Management bei der Ersten Bank kann leicht der Eindruck entstehen, dass es bei der Veranstaltung doch nur um klassisches Content-Management geht. Wähle ich aber die Erfahrungsberichte von CHIP XONIO zum Social Media Management, von der MLP AG zum Social Computing oder von ABB zum internen Wiki-Einsatz sieht die Veranstaltung nach einem weiteren “2.0-Abklatsch” aus, der dem einen oder anderen auch schon “über” ist. Und lege ich “last but not least” den Fokus auf das Fallbeispiel zur Optimierung von dokumentenbasierten Geschäftsprozessen bei Dialog Semiconductor, dem Retrieval-Case bei der Thüringer Zeitungsgruppe oder dem Wissensmanagement bei der GASAG meint der klassische ECM WORLD Kunde vielleicht, dass er nun völlig im “falschen Film” ist.
Das Besondere der Veranstaltung liegt aber genau in der Mitte zwischen den drei Bereichen - nämlich dort, wo diese Einzelthemen nun in den Projekten zusammenwachsen. Klassisches Content-Management ist nicht mehr nur die effiziente Verwaltung und Bereitstellung von Publikationsinhalten, Web 2.0 und Social Software darf nicht mehr nur losgelöst von klassischen Content-Prozessen betrachtet werden wie auch Dokumente und die in ihnen gehaltenden Informationen sind als wichtiges Element der Zusammenarbeit zu begreifen - hier ist das Interessante des kommenden ECM WORLD SUMMIT - der mit seinen Keynotes, Best-Practices und Diskussionsrunden die Erfolgsfaktoren genau an dieser Schnittmenge herausarbeiten soll. Dabei erwachsen dann auch die im Veranstaltungsverkauf eher “seichteren” Programminhalte zu ihrer vollen Bedeutung - so ist an jedes Best-Practice-Panel eine Diskussionsrunde mit einem in dem Thema stehenden Moderator gehängt, bei der die wesentlichen Erfolgspunkte für das Einzelthema herausgearbeitet werden sollen. Daneben sollen in einem Open-Space-Workshop die alten und neuen Herausforderungen für den Wandel und die Transformation von Projekten diskutiert werden. In einer Abschlussrunde am zweiten Tag sollen dann alles Panel-Ergebnisse und die Ergebnisse des Open-Spaces zu einer Gesamtsicht zusammenlaufen und damit ein “integratives Konferenzergebnis” ermöglichen - das ist für mich das wahre Highlight an der bevorstehenden Veranstaltung.
Die Reduktion dieses Ansatzes fällt mir daher weiterhin schwer, aber ich muss ja heute morgen einen Input liefern - daher hier mal mein Versuch:
Internationale Keynotes zu den neuen Herausforderungen im Content- und Intranet-Management
Erfahrungsberichte u.a. von der Schweizer Post, Merz, CHIP XONIO, MLP AG, Dialog Semiconductor und Opel zu Projekten im Spannungsfeld von klassischem Content- und Intranet-Management, der Integration von Web 2.0 und der Optimierung von Informationsprozessen im Unternehmen.
Ergänzende Workshops, Diskussionsrunden und Open-Spaces zur Herausarbeitung der Erfolgsfaktoren in der Umsetzung von Projekten in diesem neuen Spannungsfeld.
Das ist ziemlich abstrakt und wird unser Marketing aufgrund des fehlenden “Name-Droppings” wieder nicht wirklich umwerfen - aber in diesen Punkten liegt für mich der “wahre Mehrwert” der Veranstaltung. Ein Posting von Frank Hamm bestätigt mich auch darin, dass dies auch von “unabhängiger” Seite so wahrgenommen wird - die Frage ist aber, ist es auch überzeugend für eine Teilnahme? Freue mich auf Feedback.
Open source software is finally getting the recognition it deserves from analysts like Forrester and Gartner as a disruptive force in IT. Over the years, open source has “climbed up the stack” from operating systems to databases and now to business applications where it has established a firm foothold in the content management space.What should enterprises know about open source content management? Is it really just for Web Content Management (WCM) or does it meet the needs of broader Enterprise Content Management (ECM) deployments? Arelarge enterprises doing big, meaningful content management projects with open source or is its appeal limited to subsets of the market? What about Enterprise 2.0 initiatives? Can you assemble an Enterprise 2.0 solution from open source components? How does it compare with something like Sharepoint?
Ja - eigentlich wollte ich ja in guter Blog-Manier jedes Referat einzeln vorstellen - aber nun ist es wie immer: in der Hektik kommt es doch ganz anders - das erinnert mich an das Video, was ich heute morgen auf meinem privaten Blog gepostet haben!
Wie auch immer - das finale Programm ist nun draussen - und ja es sieht doch eigentlich ganz klasse aus.
Laut den Rückfragen unseres Service-Teams scheinen die Informationen zum Event noch einige Unklarheiten offenzulassen. So z.B. für welche Branchen bietet der ECM SUMMIT einen wirklichen Informationsnutzen und mit welchen Themen. In der Vorbereitung einiger Textverbesserungen hier mal meine Antworten auf die Frage.
Der ECM WORLD SUMMIT richtet sich sowohl an Internet- als auch Intranet-Manager - wie auch an MOSS (Microsoft Sharepoint Portal Server und alle anderen Derivate), Kollaborations- und Wissensmanager. Im Hinblick auf die Branchen bietet die Veranstaltung folgendes:
für Industrie-Unternehmen & Dienstleistungsunternehmen
Strategisches Intranet-Management
Umsetzung von Enterprise 2.0-Konzepten im Rahmen von Social Computing und Kollaboration 2.0
Integration von MOSS und Intranet
Enterprise Portals - als Mitarbeiter- und Aggregationsportal
Strategische Erfolgsmessung für Internet und Intranet-Projekte
Zusammenführung von Community-Management und Content-Management
Integration von RIA (Rich Internet Application wie Flash, AJAX und Multimedia) mit Content-Management
Optimierung von Text, Navigation und Struktur von Internet und Intranet
Personalisierung von Websites
Mehrsprachigkeit und Multi-Site-Management
für Medien
Strategische Erfolgsmessung für Web-Projekte
Social Media Management - Community-Management und Content-Management
Integration von RIA (Rich Internet Application wie Flash, AJAX und Multimedia) mit Content-Management
Optimierung von Text, Navigation und Struktur von Internet und Intranet
Personalisierung von Websites
Mehrsprachigkeit und Multi-Site-Management
User-Experience-Konzepte
für Web-Unternehmen
Strategische Erfolgsmessung für Web-Projekte
Zusammenführung von Community-Management und Content-Management
Integration von RIA (Rich Internet Application wie Flash, AJAX und Multimedia) mit Content-Management
Optimierung von Text, Navigation und Struktur von Internet und Intranet
Personalisierung von Websites
Mehrsprachigkeit und Multi-Site-Management
Ich werde mal versuchen, daraus noch ein kleines Übersichtschart zu machen und das auf die Event-Site zu stellen - damit alle Unklarheiten beseitigt sind.
Der Hauptteil des ECM WORLD SUMMIT ist die Diskussion von Projekterfahrungen im Rahmen der zwölf Entwicklungsdimensionen von Enterprise Content Management-Projekten. Jedes Panel besteht aus drei halbstündigen Vortragsslots, wobei die Referenten auf 20 min Redezeit und 10 min Diskussion gebrieft sind. Gegenstand der Präsentationen sollen die 5-10 wichtigsten Erfahrungen aus den Projekten sein.
Wie das dann final aussieht, ist nun bereits am Panel “Enterprise Portals” erkennbar, das mit drei interessanten Cases (Energieversorgung, Logistik und Industrie) “bestückt” ist und sowohl intern als auch extern gerichtete Portalkonzepte diskutiert.
So langsam trudeln die Inhalte zu den Vortragsbeschreibungen ein - hier mal die Beschreibung zur Keynote von Dr. Kampffmeyer:
Titel: “Human Impact”
Auf Basis der beiden Begriffe „Human“ und „Impact“ greift der Referent generelle Fragen auf, wie abgeleitet von unserem Verständnis von Kommunikation und Wissen sowie den in unseren Gehirnen verankerten Verarbeitungs- und Verhaltensweisen, Informationssysteme konzipiert und genutzt werden. Er setzt sich mit der Frage der gegenseitigen Beeinflussung von technischen Systemen und dem Menschen auseinander und stellt die Frage, “beherrscht der Mensch die Systeme oder beherrschen die Systeme bereits den Menschen”.
Als Einführung in den Tag hört sich das IMHO sehr spannend an - ich hoffe nur, dass wir bei derartigem Ansatz dennoch in der Zeit bleiben.
Anknüpfend zu meinem letzten Blog-Eintrag folgender Satz von Lee Bryant aus einem aktuellen Interview im DOKmagazin:
Ein Dokument ist eher ein Ergebnis, der Output eines Prozesses, als ein Input.
Lee Bryant sieht damit das “Pre-Document Knowledge Sharing” als wesentliche Herausforderung für das Informationsmanagement. Dabei geht es ihm um die vielen Gespräche bzw. Informationsaustausche, Meeting Notes und Blog-Einträge zur Durchdringung und Diskussion bestimmter Sachverhalte, die von nöten sind, um Dokumente final zu erstellen. Die Zusammenarbeit an dieser Stelle wird nach seiner Meinung noch nicht ausreichend von klassischen Informationsmanagementanwendungen unterstützt.
Wird diese Zusammenarbeit effektiver gestaltet, lassen sich neue Prozesspotentiale realisieren, die sich in dem Mehrwert “der vielen Köche” liegt. Denn nach dem Web 2.0-Credo “verderben nicht die vielen Köche den Brei”, sondern verfeinern ihn durch Anreicherung mit ihren Ideen. Das läuft dann auf das Schlagwort “Collective Intelligence” hinaus - hierzu passt ganz gut ein Fachvortrag von Lee Bryant bei der Lift ‘07.
Welche Expertise Lee Bryant sonst noch so hat, lässt sich im aktuellen Beitrag im Blog des Enterprise2Open.com nachlesen. Da antwortet er u.a. auf die Frage nach den Hauptvorteilen von Enterprise 2 mit folgenden Aspekten:
Greater ambient awareness leading to collective intelligence
Bei den Contentmanager.days 2006 habe ich das letzte Mal einen ECM Vendor Roundtable gemacht, deshalb fand ich es angebracht, dass er zum ECM WORLD SUMMIT nun wieder eingeführt wird. Hier ein paar Informationen zu diesem Programmpunkt: Was ist der Gegenstand und die Idee hinter dem ECM Vendor Roundtable?
Der ECM Vendor Roundtable ist eine moderierte Diskussionsrunde mit Management-Vertretern von Anbietern (keine Sales-Leute!). Ziel der Diskussion ist es, die aktuellen Entwicklungen auf dem Lösungsmarkt zu reflektieren und Hintergründe zu aktuellen Technologietrends zu besprechen.
Während der erste ECM Vendor Roundtable noch ziemlich “unspezifisch” in seinen Schwerpunkten war, soll es diesmal konkreter auf einen bestimmten Aspekt hinausgehen.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion steht das Thema “Öffnung des Anwendungskonzeptes”, dass sich in vielerlei Hinsicht wie z.B. der Etablierung von Open-Source-Komponenten und -Lösungen, der Anerkennung von Branchenstandards oder der verstärkten Integration von Feedback im Anwendungskonzept kennzeichnet.
Die neue “Openess” habe ich an anderer Stelle etwas ausführlicher diskutiert:
Was halten Sie von dem Thema? Ist es interessant für Sie - oder haben Sie andere Punkte/Entwicklungen, die hier diskutiert werden sollten. Sagen Sie mir Ihre Meinung.
Wie schon hier berichtet, sehen wir den ECM SUMMIT u.a. bei den Umsetzungsfragen für “hippe” neue 2.0-Konzepte. Die Keynotes des ersten Tages sind daher auch auf die Anforderungen dieser 2.0-Konzepte für das Informationsmanagement (in der Schnittmenge von Content-, Dokumenten-, Wissens- und Collaborations-Management) ausgerichtet.
Als ersten Keynote-Sprecher habe ich ja bereits vor ein paar Wochen Lee Bryant von Headshift aus London hier bekanntgegeben.
Lee Bryant ist Co-Founder von Headshift und einer der führenden Köpfe zum Thema “Social Software” und “Enterprise 2.0″ in Europa. Er wird einen Vortrag über die “Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Enteprise 2.0 Projekte” sprechen.
Neben der internen Sicht bedarf es aber natürlich auch der externen Sicht und da freue ich mich, dass mir gestern Dieter Rappold von Knallgrau zugesagt hat. Als Arbeitstitel haben wir dabei zunächst einmal etwas wie “Internet-Management in Zeiten von Web 2.0 Marketing” angesetzt.
So ist es auf der Startseite der Veranstaltung definiert:
Das Informationsmanagement steht im Wandel. In vielen Unternehmen wächst das Content-Management mit anderen Disziplinen zusammen. So geht es vielfach nicht mehr um die Verwaltung und uni-direktionale Bereitstellung (aka Publikation) von Information, sondern um die Koordination der Kommunikationsflüsse und Kooperation. Denn das Verständnis vom Internet und Intranet liegt in Zeiten von Web 2.0, Streaming Media und Live-Interaktionen auf der Partizipation und Kollaboration. In diesem Sinne konvergieren Technologien wie das klassische Web-Content-Management mit Kommunikations-, Kollaborations- und Wissensmanagementanwendungen.
Wie sich die Projekte vor diesem Hintergrund verändern und welche Herausforderungen sich dadurch neu stellen, ist Gegenstand des ECM WORLD SUMMIT, der aus den Contentmanager.days hervorgeht. Als Jahreskongress im Bereich des unternehmensweiten Informationsmanagements bietet der Kongress ein breites Themenspektrum von klassischen Publikations-, Redaktions- und Dokumentenmanagement-Themen bis zu innovativen Aspekten des Social Media Management und Social Computing.
Da es ja immer wieder Leute gibt, denen mein Schreibstil zu holprig ist, habe ich versucht, den Gegenstand der Veranstaltung einmal in einem Schaubild darzustellen:
Also wir sehen ein Zusammenwachsen verschiedener Technologiebereiche. Vieles davon wurde bisher auch im theoretischen Modell des “House of ECM” (eine Bezeichnung der AIIM für ein umfassendes ECM-Konzept aus dem Jahr 2002/2003) abgebildet - aber es war halt oftmals nur Theorie und Konzept. Mit den Einflüssen des Web 2.0 und externer Faktoren gilt es nun aber den “Knowledge Worker” im Unternehmen mit mehr Flexibilität und Transparenz bei der Nutzung von Informationsressourcen und Unternehmenswissen zu unterstützen.
Mit dem ECM WORLD SUMMIT sollen die Anforderungen für die konzeptionelle Umsetzung und Ausgestaltung dieser technologischen Zusammenführung diskutiert werden. Keynotes zeigen, wo der Weg hingehen muss, ein Vendor Roundtable zeigt, wo die Technologie steht, und 12 Best-Practice-Panel mit je drei Fallstudienvorträgen zeigen, was heute schon möglich ist.